Aller-Zeitung vom 10.02.2009
Aus: Aller-Zeitung.de vom 26.11.2007
Kultur lokal
Intensive Auseinandersetzung möglich
Sehr gegensätzliche Arbeiten präsentiert harmonisch die Galerie Art and Med in Winkel.
(ee)
Der Versuch „Gegensätzliches harmonisch zu präsentieren“ ist Sabine Waletzky-Saak in der neuen Ausstellung der Winkler Galerie Art and Med
beeindruckend gelungen.
Mit Sabine Thatje-Körber, Stefan Stettner und Burkhard Görschel präsentieren drei sehr unterschiedliche Künstler ihre Arbeiten dort
bis zum 23. Februar 2008.
Stefan Hüter ermöglichte mit einer ansprechenden multimedialen Präsentation einen erfrischenden Zugang zu den Werken der Künstler.
Nach der Vorstellung der anwesenden drei Künstler durch Dr. Armin Saak konnten die Besucher die Arbeiten auf sich wirken lassen.
Der Stahlbildhauer Görschel hat sich mit seinen aus Stabstahl gefertigten Skulpturen der Darstellung von weiblichen Akten verschrieben.
„Barocke überschwängliche weibliche Proportionen stehen filigran durchscheinenden Ausführungen gegenüber“.
Aus männlicher Sicht thematisiert Görschel sein Bild der Frau. „Ich bin Maler und ich liebe meine Bilder“ lautet das Motto von Stettner.
Seine Werke wirken kühl, trotz oder gerade wegen ihrer starken Farbigkeit, die den bewussten Einfluss der Pop Art dokumentiert.
Doch der distanzierte Blick auf die Objekte täuscht. Der Betrachter vermag beim genauen Hinsehen viele kleine Details,
wie das offene Schuhband des Mädchens in „Miss Bridget“ entdecken. Ob Stettner in der Arbeit „Der blaue Schwan“ deutlich Bezug auf
antike Mythen nimmt oder es sich bei „Leitkuh Zilly“ um die liebevolle Umsetzung einer Kindheitserinnerung handelt, er vermag den Betrachter
in seinen Bann zu ziehen. Das gilt auch für die meist abstrakten Werke von Thatje-Körber. In ihren Bildern dominieren grobe Oberflächen
und pastoser Farbauftrag. Neben gebrochenem Weiß, ist immer wieder Rot darin zu finden. Sie verdeutlichen die intensive Auseinandersetzung
der Künstlerin mit sich und der Welt.
 
Aller-Zeitung vom 01.10.2007